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Umwelttechnik

Die Arbeitsgruppe Umwelttechnik hat das Ziel, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur im Bereich des produktionsintegrierten und nachsorgenden Umweltschutzes zu stärken.

Die Arbeitsgruppe Umwelttechnik beschäftigt sich mit umweltrelevanten Themenstellungen, die in praxisnahen und anwendungsorientierten FuE-Vorhaben bearbeitet werden. Exemplarische Forschungsschwerpunkte sind die Schaffung geschlossener Stoffkreisläufe durch rohstoffliche und werkstoffliche Verwertung von Abfällen (Recycling), die Substitution umweltgefährdender Stoffe in industriellen Produktionsprozessen (Produktionsintegrierter Umweltschutz), die Entwicklung maßgeschneiderter Verfahren zur Abluft-, Abgas- und Abwasserreinigung für industrielle Prozesse (Umweltverfahrenstechnik) sowie die Durchführung und Entwicklung von Analysenverfahren zur Untersuchung kontaminierter Medien wie Abwasser, Abluft und Böden (Umweltmesstechnik). Weiterhin sind die Entwicklung innovativer Verfahren zur Sanierung kontaminierter Böden und Feststoffe durch nichtklassische Initiierung von chemischen und physikalischen Prozessen mittels Hochfrequenzenergie und die Nutzung von Laserstrahlung zur Entwicklung laserbasierter Analysenverfahren, sowohl zum Einsatz in der Umwelt- und Prozesstechnik als auch zur Wertstofftrennung, wichtige spezielle FuE-Themen der von den Professoren Joachim Schenk und Christian Weickhardtgeleiteten Arbeitsgruppe Umwelttechnik. Die Arbeitsgruppe besteht derzeit neben den beiden Professoren aus fünf weiteren wissenschaftlichen bzw. labortechnischen Mitarbeitern. Durch Kooperationen mit weiteren Professoren der HTWK Leipzig aus angrenzenden Fachgebieten wie der Chemie oder der Elektrotechnik wird eine erfolgreiche Bearbeitung interdisziplinärer FuE-Vorhaben gewährleistet. Die labortechnische Ausstattung zur Umweltmess- und Umweltverfahrenstechnik sowie Lasertechnik der beteiligten Fachbereiche Maschinen- und Energietechnik (Professur Umweltschutz/ Recyclingtechnik) sowie Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften (Professur Physik) ermöglicht den Mitarbeitern eine umfangreiche Nutzung der vorhandenen fachspezifischen Kompetenzen. Ein wichtiger Faktor zur erfolgreichen Realisierung der genannten FuE-Projekte ist die enge Zusammenarbeit mit industriellen Partnern, vornehmlich aus dem Bereich klein- und mittelständiger Unternehmen. Der Aufbau von wissenschaftlichen Netzwerken mit regionalen Forschungseinrichtungen in Kooperation mit Partnern aus der gewerblichen Wirtschaft soll zudem die Drittmittelfähigkeit des Bereiches Umwelttechnik weiter stärken und damit den Wissenstransfer erhöhen.

Wasserwirtschaft

Im Kompetenzfeld Ressourcenschonung stehen umweltrelevante Themenschwerpunkte, wie z.B. der Umgang mit der Ressource Wasser, in Hinblick auf Qualität und Quantität, im Vordergrund. Hierzu kommen vielfältige Mess- und Simulationsverfahren zum Einsatz.

Der FuE-Bedarf im Bereich der Ressourcenschonung resultiert aus zahlreich vorhandenen Aufgabenstellungen der Umwelttechnik und Wasserwirtschaft, sowie aus dem Bedarf der kooperativen Projektbearbeitung diverser Aufgabenstellungen der Fachbereiche Bauwesen, Maschinen- und Energietechnik sowie Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften. Alle relevanten Forschungsschwerpunkte beinhalten FuE-Anteile zur wissenschaftlichen Analyse, Bewertung und Simulation von Ressourcen und Stoffströmen. Der Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt im Bereich Wasserwirtschaft liegt in der Verknüpfung der bereits vorhandenen fachlichen Ausgangspotentiale mit interdisziplinären Arbeitsinhalten der Energetik und Messtechnik. Neben der Fachkompetenz der HTWK Leipzig am Institut für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft verfügt dieser Bereich über eine umfangreiche wasserbauliche und -analytische Labor- und Geräteausstattung, wie zum Beispiel einen Strömungskanal, eine Laborkläranlage und diverse Mess-, Analyseund Versuchseinrichtungen. Ein aktuelles FuE-Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Verfahrens zur Reduzierung der H2S-Entstehung in signifikanten Kanalisationsbereichen, im Verbund mit zwei industriellen Partnern. Weitere FuE-Vorhaben, wie beispielsweise die Entwicklung eines neuen Durchflussmesssystems für teilund vollgefüllte Rohrleitungen und offene Gerinne sowie grundlegende Untersuchungen zur Erstellung alternativer Sanitärkonzepte für dezentrale Abwasseranlagen, stehen ebenfalls auf der Agenda. Überdies sind verschiedene Projekte auf den Gebieten der 2D-/3D-Strömungssimulation sowie der physikalischen Strömungsuntersuchung in der Bearbeitung. Die Motivation für diese Vorhaben resultiert aus dem aktuell hohen FuE-Bedarf im Kompetenzfeld Ressourcenschonung. Der Forschungsbedarf in den Bereichen der Umwelttechnik und Wasserwirtschaft und das damit verbundene Interesse an der Lösung ökologischer und ökonomischer Problemstellungen werden als tendenziell hoch eingeschätzt. Für künftige FuE-Vorhaben sind der Ausbau und die Pflege des bereits bestehenden Netzwerkes aus Wirtschaft und Industrie sowie die verstärkte Kooperation zu anderen Fachbereichen, Hochschulen, Universitäten und externen Forschungseinrichtungen von wesentlicher Bedeutung.

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