Kooperationsvereinbarung zwischen HTWK und IHK unterzeichnet

Wirtschafts- und Wissenschaftsverbund zum Vorteil der Region
Die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig und die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig erweitern künftig ihre Zusammenarbeit. Im Beisein des Sächsischen Staatsministers für Wissenschaft, Bildung und Kunst, Prof. Dr. Hans Joachim Meyer (mitte), unterzeichneten am 20. Februar 1997 der Präsident der IHK zu Leipzig, Dr. Rudolf Sommerlatt (links), und der Rektor der HTWK Leipzig, Prof. Dr. Klaus Steinbock (rechts), eine Kooperationsvereinbarung zwischen beiden Einrichtungen.
Mit der intensivierten Zusammenarbeit verfolgen IHK und HTWK das Ziel, die angewandte Forschung der Hochschule mit allen innovativ tätigen Bereichen der regionalen Wirtschaft effektiver zu verbinden. Die Kapazitäten der HTWK sollen dabei nicht nur an Produkt- und Verfahrensentwicklungen beteiligt werden, angestrebt werden ebenso mittelfristige Kooperationen mit klar definierten wissenschaftlichen Zielsetzungen bis hin zur Erschließung neuer Anwendungsfelder.
Aus der praktischen Umsetzung der Vereinbarung erwarten beide Institutionen Synergieeffekte, die zu einer weiteren Profilierung der Region Leipzig zu einem wettbewerbsfähigen Industrie- und Dienstleistungsstandort beitragen können. Durch ein effektives Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft sollen neueste Forschungsergebnisse schnell zur Produktionsreife geführt werden. Darüber hinaus zielt ein wesentlicher Teil der Vereinbarung auf die gemeinsame Unterstützung von Existenzgründern.
Hilfe bei der praxisorientierten Ausbildung der Studenten zugesichert
In der Vereinbarung sichert die Wirtschaft der Region Leipzig der HTWK Hilfe und Unterstützung bei der praxisorientierten Ausbildung der Studenten zu. Dabei geht es unter anderem um die Vergabe von Forschungsarbeiten, die Förderung des Wissenschafts- und Bildungssponsoring und die gegenseitige Unterstützung bei der Einwerbung von Drittmitteln, Fördergeldern, Spenden usw.
In seiner Ansprache anläßlich der Vertragsunterzeichnung würdigte Staatsminister Prof. Dr. Meyer unter anderem das traditionell starke Engagement der IHK zu Leipzig bei der Förderung der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Ein herausragendes Beispiel dafür aus der jüngsten Vergangenheit sei der Beitrag der Kammer bei der Wiedergründung der Handelshochschule Leipzig.
Der Rektor der HTWK, Prof. Dr. Klaus Steinbock, nannte als größte Ressource, die die Hochschule in die gemeinsame Vereinbarung einbringen wolle, die Kreativität der Studierenden. Sie schlage sich unter anderem in der Zahl von etwa 1.000 Diplomarbeiten pro Jahr nieder. Mit der angestrebten Kooperation solle das Klima für Forschungsaktivitäten verbessert werden.
IHK-Präsident Dr. Rudolf Sommerlatt verwies darauf, daß der wirtschaftliche Aufschwung der Region wesentlich davon abhängt, wie es den Unternehmen gelingt, stärker in wertschöpfenden und wachstumsorientierten Bereichen Fuß zu fassen und mit innovativen Produkten auf überregionale Märkte vorzudringen. Mit Vereinbarungen wie der mit der HTWK könne es gelingen, die Umsetzung von Wissen und Ideen in marktfähige Produkte zu beschleunigen.
zuletzt aktualisiert am 28.11.2008E-Mail an den Autor senden

