Auf dem Weg in die dritte Dimension
Der Mensch sieht dreidimensional. Die von ihm erfundenen digitalen Medien sind gerade dabei, die dritte räumliche Dimension auf breiter Front zu erschließen: 3D-Fernsehen und 3D-Kino, räumliche Visualisierung von synthetischen Welten im Bereich der Computerspiele und der Wissenschaft, digitale Archivierung von räumlichen Objekten für museale Zwecke oder für den Onlinehandel. Eine Vielzahl von Beispielen zeigt, welche aufregenden und nützlichen Eigenschaften diese neue Technologie bietet. Die Studierenden der HTWK Leipzig sind in diesem Themenspektrum mittendrin. Zum Tag der Wissenschaft können Sie sich ein Bild machen von den vielfältigen technischen Optionen und den interessanten hier entstandenen Studienarbeiten. Vielleicht finden Sie einen Partner für Ihre Idee oder einen Betreuer für Ihr Masterthema?
Vorträge (nach Referent in alphabetischer Reihenfolge):
Nadja Beck, M.Sc.: Dreidimensionales Kino und Fernsehen - Produktion und Technologien zur stereoskopischen Präsentation visueller Medien
Abstract:
Stereoskopisch 3D – diese „neue” alte Darstellungsform revolutioniert nicht nur den Produktions-Workflow zweidimensionaler Medien, sondern bietet in dieser digitalen Form auch mehrere Möglichkeiten der Präsentation. Die 3D-Projektion selbst stellt das Ende einer langen Prozesskette dar - für die BIG cinema GmbH ist es möglich, ein großer Teil dieses Digitalisierungsprozesses zu sein. Mit dem CLIPSTER® von DVS und einem aktiven Shutter-System von XpanD sind dafür zwei grundlegende Bausteine vorhanden.
Lars Bilke, M.Sc.: Virtual Reality und Visualisierung in der Umweltforschung am VisLab des UFZ
Abstract:
Am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) wird nach Lösungen für komplexe Probleme, z. B. Grundwasserverschmutzung oder mögliche Nutzung von Geothermie, mithilfe von Computersimulationen gesucht. Die nicht minder komplexen Ergebnisdaten wollen richtig interpretiert und verstanden sein. Dabei kommt das Visualisierungszentrum zum Einsatz, das die mit Visualisierungsmethoden aufbereiteten Daten in einer Virtual Reality-Umgebung interaktiv erfahrbar macht.
Sven Freitag, Dipl.-Ing. (FH): Distribution von S3D-Videosignalen
Abstract:
Stereoskopisches 3D ist seit den Erfolgen großer Kinoblockbuster wie James Camerons „Avatar” in aller Munde. Welche Distributionskanäle sind jedoch bereits 3D-ready? Wie steht es aktuell um 3DTV? Wie funktioniert das dreidimensionale Kino und ist die Blu-ray Disc 3D nun das Format der Zukunft im Heimkino? Gibt es überhaupt eine breite Akzeptanz für stereoskopische Inhalte? Den Antworten auf diese Fragen soll im Vortrag nachgegangen werden.
Michael Reiche, Prof. Dr.-Ing./Thomas Schulze, Dipl.-Ing. (FH): Experimentalvortrag 3D-Scanner in der Medienvorstufe
Abstract:
Die Medienvorstufe versteht sich nicht nur als traditioneller Dienstleister für die papierbasierten Kommunikationskanäle. Reproduktionstechnik wird zunehmend auch für die Erzeugung digitaler Daten für elektronische Ausgabekanäle eingesetzt. Im Vortrag wird die Digitalisierung von Objekten demonstriert, wie sie in Zusammenarbeit mit dem Grassi-Museum für die bildschirmbasierte Präsentation von Museumsobjekten genutzt wird.
Ulrich Schmedes, Dipl.-Ing. (FH): Das Topper-Projekt und Möglichkeiten der Blu-ray 3D-Technologie![]()
Abstract:
In den vergangenen Monaten wurde von Studierenden der Medientechnik an der HTWK Leipzig eine Blu-ray 3D zum Film „Topper gibt nicht auf” erstellt. Die Distribution dieser Produktion von Studierenden der Filmhochschule „Konrad Wolff” in Potsdam ist an die Blu-ray 3D gebunden, für die derzeit nur an wenigen Stellen in Deutschland Möglichkeiten zum Authoring bestehen. Die Fakultät Medien ist aufgrund einer Kooperation mit der Firma Netblender in der Lage, dieses 3D-Authoring mit dem Programm DoStudio durchzuführen. Der Vortrag beleuchtet die Möglichkeiten des Formates Blu-ray 3D, die Arbeit mit dem Programm sowie die Vorgehensweise und die Ergebnisse des Topper-Projektes.
Sven Schraps, B.Sc.: 3D in generierten synthetischen Welten am Beispiel Fujibayashi
Abstract:
Computerspiele sind von besonderem Reiz, da sie zum einen verschiedene Bereiche der Informatik verbinden und zum anderen den inneren Spieltrieb ansprechen. Das im Rahmen des Masterprojektes von vier Studenten der Fakultät IMN an der HTWK Leipzig entwickelte 3D-Spiel „Fujibayashi” ist nun der neueste Spross dieser Szene. Aufbauend auf der freien Game-Engine Ogre3D nutzt es die verschiedensten Technologien wie Grafikshader, eine Physik-Engine, Soundeffekte und weiteres, um den Nutzer in die Welt der 3D-Spiele eintauchen zu lassen.
zuletzt aktualisiert am 21.06.2011E-Mail an den Autor senden

